Sind die Kinder krank, crasht dir das den Alltag

Wir hatten eine gute Serie. Die Kinder waren seit Anfang November nicht krank. Das ist eine lange Zeit – erfahrene Eltern werden jetzt mit dem Kopf nicken.

Nun aber gibt es nicht nur die “Grippewelle”, die über Deutschland hinweggeht, sondern auch die “Virusinfekt”-Welle unter Kindern. Man merkt das nicht nur an den halbleeren Gruppen im Kindergarten, sondern auch an den Erzählungen von Kinderärzten und Apothekern. Es geht um und man kann kaum etwas dagegen tun.

Als es uns wieder erwischte

Uns traf es unerwartet am Sonntagvormittag. Eigentlich hatten wir einen Ausflug geplant, da fiel der Kleine auf – schmusig, kein Appetit, jammernd – heiß. Fieber. Direkt mal checken, wie denn die Medikamentenversorgung ist – Zäpfchen aller Sorten waren noch vorhanden. Der Große hielt sich noch einigermaßen gut…

Der Virusinfekt bietet uns seitdem also Fieber und Durchfall – eine blöde Kombination, weil man das Fieber ganz gut behandeln kann, aber der Durchfall einige Nebenwirkungen hat. Nicht dass man alle paar Minuten die Hände waschen muss (könnte helfen), man muss auch regelmäßiger wickeln (hilft nix, der Kleine ist trotzdem total wund geworden), öfter waschen und beim Essen (wenn Appetit) drauf achten, was es ist. Den Großen erwischte es dann am Dienstagabend – selber Verlauf. Dafür sehr hohes Fieber (bis 39,8), was ihn unleidlich und matt macht.

Wer bleibt zu Hause?

Was ist die Folge? Klar – einer von uns muss zu Hause bleiben. Meine Frau machte es am Montag, Dienstag blieb ich daheim. Ohne Kinderarztbesuch, daher ohne Attest ist es dann ein Goodwill meines Arbeitgebers, mir Sonderurlaub zu geben.

Mittwoch und heute musste meine Frau in die Schule, daher bin ich immer erst ins Büro gefahren, wenn sie nach Hause kam, gestern um halb 5, heute gegen 13 Uhr. Aber dank flexibler Arbeitszeit geht alles. Morgen gibt es dann für mich nochmal Sonderurlaub, so dass wir uns ins Wochenende retten, und hoffen, dass die Jungs bis nächste Woche wieder auf dem Damm sind – und wir es nicht auch bekommen haben.

Lange Tage…

Ja, so Tage mit Kindern zu Hause sind lange. Zwischen 6 und 20 Uhr (mindestens) muss man sehen, wie man die Kleinen, die eh angeschlagen und nicht gut drauf sind, beschäftigt kriegt. Klar, sie dürfen durch die ganze Wohnung spielen, überall essen, wenn sie mal Hunger haben – und natürlich auch Fernsehen. Feuerwehrmann Sam, Kika, und einige wenige Filme finden sie gut und lassen sich ablenken (Räuber Hotzenplotz, Das kleine Gespenst, Jim Knopf). Wenn man krank ist, ist fast alles erlaubt.

Karneval vorbei…

Fast eine Woche groß gefeiert – saukäs! Mit zwei feierwütigen Kindern wäre jetzt ein bißchen übertrieben, aber beide Jungs nehmen das von Karneval mit, was ihnen liegt. Und in diesem Jahr haben wir fast nichts ausgelassen. Mittwoch Kinderkarneval, Donnerstag Straßenkarneval, Sonntag und Montag die großen Züge vor der Tür.

Dem Großen war´s zu laut, aber er hat gemerkt, dass man allerhand Süßkram abgreifen kann. Und der Kleine ist eh ein Berserker, der schon mittanzen und -gröhlen würde, wenn er wüsste, wie das geht.

Und dass die beiden Erwachsenen des Hauses am Dienstag ein bißchen Regeneration brauchten, haben die Jungs auch gemerkt und sich einigermaßen ruhig verhalten.

Und nun? Zurück ins Hamsterrad bis Ostern…

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Spielplatztestbericht: Darteldome Kerkrade

In den Niederlanden schon gang und gäbe: große Indoor-Spielplätze, die in Hallen untergebracht sind. Oft gibt es einen Imbissbereich, in dem dann die Eltern sitzen können, wo man Kaffee und Snacks zu sich nehmen kann und es meistens auch Wlan gibt.

Dann einen großen Spielbereich mit Kletter-, Hüpf und anderen Spielmöglichkeiten. Eigentlich eine coole Idee für die kalte Jahreszeit.

In Kerkrade, direkt gegenüber von Rodas Stadion gibt es also den Darteldome. Zweigeschossig – oben mit Theke und Tischen, unten auch Tische und Spielbereich. Es gibt auch einen Aufzug.

Die Preise bei kleinen Kindern noch moderat:

Kind im Alter von 6 Monaten bis 2 Jahre € 2,00
Kind im Alter von 2 bis 4 Jahren € 4,00
Kind im Alter von 4 bis 13 Jahren € 8,50
Eltern / Betreuer Freien Eintritt

Es gibt einen riesigen Kletterbereich, der mit einigen Rutschen, Trampolins und Bällenbad verbunden ist. Bei Kindern bis ca. 3 Jahre muss man wohl mitklettern, weil die Kletterstufen sehr hoch sind. Es gibt einen kleinen Diskobereich, in dem Musik läuft, aber nicht allzu laut.

Der gesamte Bereich ist sehr sauber und gepflegt.

Mehr Infos hier: http://www.darteldome.nl/DE/indoor-spielplatz-niederlande/

 

Kinderkrankheiten – coming soon…

flyerIn diesem Jahr hatten wir eine schlechte Serie. Quasi seit Januar haben sich beide Jungs gegenseitig die Krankheiten aus dem Kindergarten und von der Tagesmutter gegenseitig weitergegeben und waren in der Regel nacheinander krank.

Ich hatte mich dazu mit der Mund-Hand-Fuß-Krankheit angesteckt,  und danach noch eine Nebenhöhlenentzündung…

Unser Kinderarzt hat uns also mindestens alle zwei Wochen gesehen. Im Mai gab er uns dann die im Bild zu sehende Broschüre mit und tröstete uns ein wenig. Wir waren ein bißchen auf dem Zahnfleisch unterwegs, weil man mit einem kranken Kind immer den ganzen Alltag umplanen muss.

Unser Kinderarzt meinte aber, das würde vorbeigehen, sobald die Jungs mal 1-2 Wochen ohne Infekt wären. Und tatsächlich – seit Juli sind wir frei von Krankheit und Fieber. *klopfaufholz*

Mal sehen, wie lange es hält, denn in beiden Betreuungseinrichtungen gehen die Infekte schon wieder los…

Kind und Technik – obacht!

Letztens passierte Folgendes: Kind sitzt mit meinem Handy und blättert eigenhändig durch die Fotos… Wir Eltern machen uns fertig, auf einmal kommen Kind und Handy zu uns: “Da Opa” kriege ich mein Handy gereicht und schon höre ich durch den Hörer tatsächlich den Opa reden “hallo, hallo?”. Sie hat mal eben den Opa angerufen. Um 6:38 Uhr. Wie auch immer. Naja, kann passieren, dachten wir, Opa verabschiedet, Handy weggelegt.

Kind hatte ein wenig Fieber, so dass ich mit ihr zu Hause blieb. Irgendwann suchte ich dann mein Handy. Nachts hab ich den Ton komplett aus, so dass anrufen auch nix brachte.

Viel später dann bekam ich einen Anruf meiner älteren Schwester über Festnetz: Ich soll mal dringend Onkel … anrufen, der würde schon seit Stunden versuchen, mich auf dem Handy zurückzurufen. Wie jetzt? Ja, ihr habt ihn wohl heute morgen in Allerhergottsfrühe angerufen, und er macht sich Sorgen.

Tja, was war passiert? Kind hatte nicht nur beim Opa durchgeklingelt, sondern auch beim Onkel. Wie auch immer.

Ich habe dann da mal angerufen und erzählt, wie technisch begabt unser Kind schon ist.

Das Handy habe ich dann nachmittags untem Bett gefunden – mit 11 Anrufen in Abwesenheit. Seitdem ist die Tastensperre wieder drin, bei der man eine Fingerkombination über den Bildschirm fahren muss…

Vorteile durch Mitgliedschaft??

Ist es nicht fair, das man, wenn man irgendwo Mitglied ist und einen Beitrag zahlt, dadurch Vorteile bei diesem Verein oder dieser Institution bekommen darf? Ich finde schon. Trotzdem wird einem dieses geneidet (heißt das so?).

Fall bei uns: Ich arbeite bei einem Träger und wir beide engagieren uns bei eben diesem Träger, der u.a. viele soziale Dienstleistungen anbietet. So auch Kindergärten. Es ist sehr schwierig in Aachen einen Kindergartenplatz zu ergattern – manche Eltern melden ihre Kinder bei oder sogar schon vor Geburt an, um ja eine Chance zu bekommen.

Wir dachten uns, gucken wir doch mal, ob wir beim Kindergarten unserer o.g. Institution eine Chance bekommen. Hin zum Gespräch – man kennt sich durch unser Engagement – und zack – haben wir die Zusage. Wo andere auf Wartelisten stehen, hat sich unser Einsatz gelohnt.

Kaum haben wir die Zusage im Bekanntenkreis (wo auch Eltern nach Kita-Plätzen suchen) kommuniziert, sehen wir uns einem kleinen Shitstorm entgegengesetzt. Wie unfair das wäre – nur ein Gespräch, direkte Zusage blablabla. Ich brachte dann das Beispiel der Mitgliedschaft an und dass wir auch schon ob dieser Mitgliedschaft belächelt wurden, half alles nix. Unfair. Gleiche Behandlung für alle!

Ich finde: Nix da. JedeR hat die Chance, sich zu engagieren wie wir, und natürlich bekommen wir dadurch Vorteile.

Die Mitgliedschaft ist übrigens bei der katholischen Kirche.

 

 

Wo ist die Gerechtigkeit?

Wie unten geschrieben, haben wir eine (lange fällige) Förderung dafür bekommen,dass wir unser Kind bei einer Tagesmutter unterbringen, und beide wieder arbeiten gehen. Soweit so gut.

Zwei Mütter aus unserer Tagesmuttergruppe haben Anfang des Jahres das jeweils zweite Kind bekommen und sind nun in Elternzeit. Aber: Damit haben sie keinen Anspruch mehr auf die Förderung ihres ersten Kindes bei der Tagesmutter. Denn: Die Mütter sind ja nun nicht mehr erwerbstätig. Ist das gerecht? Vor allem vor dem Hintergrund, dass diese Regelung für Kindergartenkindermütter nicht gilt.

Die Förderung endet tatsächlich in dem Moment, in dem ein Elternteil, in diesem Fall ja die Mutter schon in den Mutterschutz geht… Irgendwas ist da faul. Widersprüche sind bereits eingelegt, Klagen werden geprüft…

Unsere Tagesmutter mutmaßte darüber bereits, dass es vielleicht doch politischer Wille ist, dass die Mutter eben für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt. Das glaube ich noch nicht – aber wahrscheinlich ändere ich meine Meinung, wenn wir mal ein zweites Kind bekommen…

Was für ein konservatives Kaff…

…in dem wir im Urlaub waren:

Papa und Kind gehen im Urlaubskaff morgens zum Einkaufen. Es gibt einen Bäcker und einen kleinsten Supermarkt. Beim Bäcker guckt uns die Verkäuferin an und sagt “na, ist heute mal der Papa mit dir einkaufen?”. Ich schon wieder mit hohem Blutdruck “das ist doch nix Besonderes” – und gehe weiter zum Supermarkt.

Dort an der Kasse fast dasselbe Szenario: “na, heute mal mit dem Papa einkaufen? Hat der auch nix vergessen?”. Daneben drei Mütter mit ihren Puten Kindern, die hochachtungsvoll nicken. Ich so: “jaja, im Urlaub kann das ja auch mal der Papa machen” – packe mein Kind, gehe nach Hause und sage “los, pack die Koffer, wir fahren sofort nach Hause!”.

Scheinbar ist es in ländlichen Gebieten immer noch so, dass eine 70er-Jahre-Familienstruktur vorherrscht. Oder zumindest eine Erwartung: Vater verdient das Geld, Mutter schmeißt den Haushalt. Und dan wundern sich die Leute, dass die kleinen Orte veralten, und die Landflucht der jungen Leute immer mehr zunimmt…